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Krankenkasse muss Wiederherstellungsoperationen nach Magenbypass bezahlen!

Pressemitteilung Adipositas-Anwalt Nr. 01/2014 vom 15. Januar 2014 Sozialgericht Gießen: Krankenkasse muss Wiederherstellungsoperationen nach Magenbypass bezahlen! Das SG Gießen hat unter dem Datum des 6. November 2013 unter dem Az. S 9 KR 339/10 folgendes entschieden: Versicherte, die nach einer adipositaschirurgischen Maßnahme unter Hautüberschüssen leiden, können von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung die Kostenübernahme für die erforderlichen Wiederherstellungsoperationen beanspruchen. Das Urteil ist rechtskräftig. Geklagt hatte eine im Jahre 1973 geborene Frau. Nach einer Gewichtsreduktion mittels Magenbypass um 114 (!) kg und drei Wiederherstellungsoperationen im Bereich des Bauches, der Brust und der Oberschenkel bestanden schließlich noch erhebliche Hautüberschüsse im Bereich der Oberarme. Nachdem der Widerspruch gegen die Ablehnung bereits 2010 zurückgewiesen worden war führte die Klage auf Gewährung einer Oberarmstraffung als Sachleistung vor dem Sozialgericht Gießen nun endlich zum Erfolg. Der Hautüberschuss im Bereich der Oberarme habe, so die Kammer, Krankheitswert. Dies gelte auch für den Fall, dass – wie hier – keinerlei Entzündungen vorliegen. Nachdem die postbariatrsiche Wiederherstellungschirurgie in der Medizin bereits etabliert ist, findet sie nun auch Eingang in die Rechtsprechung der Sozialgerichte, siehe hierzu auch: Sozialgericht Wiesbaden, Urteil vom 25. September 2013, Az. S 1 KR 295/10. Mitgeteilt von: Rechtsanwalt & Fachanwalt für Sozialrecht Dipl.-Jur. Tim C. Werner (v.i.S.d.P.), Windthorststr. 62, 65929 Frankfurt am Main, Tel.: (069) 33995580, Fax: (069) 33995581, werner@adipositas-anwalt.de

 

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